Startseite Urlaubs-Radtouren Ostsee Dänemark
Ostsee-Radweg Dänemark PDF Drucken E-Mail
Beitragsseiten
Ostsee-Radweg Dänemark
Etappen
Service
Bilder
Alle Seiten
Dänischer Ostsee-Radweg

Mitte Mai 2005 haben wir uns für 700 km auf den dänischen Ostseeradweg begeben.

Der Weg verbindet Jütland mit den Inseln Als, Æro, Langeland, Lolland, Falster, Bogø, Møn, Seeland und Fünen.

Durchschnittlich sind wir an den 12 Tagen jeweils 55 km geradelt; die kürzeste Strecke war 31 km, die längste 80 km. Der Ostseeradweg ist überall gut ausgeschildert: „Østersøruten“ lautet die Bezeicnung auf den Wegweisern. Die Route verläuft oft auf eigenen Wegen, benutzt aber auch Trampelpfade, landwirtschaftliche Wege, Waldwege oder schwach befahrene Straßen. Als Räder dienen uns unsere Tourenräder; das Gepäck haben wir mitgeführt.

Das Höhenprofil der Route ist nicht aufregend, richtige Berganstiege kommen nicht vor. Trotzdem verläuft die Route nicht in ebenem, sondern in hügeligem Gelände, so dass ein ständiges Auf und Ab gegeben ist. Ein Blick auf die Karte zeigt viele kleinere Höhenlinien. Rechnen muss man natürlich mit dem Wind, der auch „eine Ebene zu einem Berg verwandeln kann“.

Wir haben den offiziellen Radreiseführer „Ostseeradweg Dänemark“ mit Angaben zu Sehenwürdigkeiten sowie Unterkünften und einzelne Regionen-Karten benutzt. Informationen über Dänemark gibt es natürlich auch im Internet, darunter auch die Abfahrtzeiten der Fähren.

Dänemark ist Mitglied der EU. Lästige Grenzkontrollen entfallen daher. Mitglied der EU zu sein, heißt im Jahr 2005 allerdings nicht, auch die gleiche Währung zu haben. In Dänemark wird in Dänischen Kronen gerechnet, die man auch reichlich mitführen sollte. Erstens, weil es nicht gerade billig in unserem Nachbarland zugeht, und zweitens, weil nicht überall Kreditkarten akzeptiert werden (und wenn, dann nur mit Rechnungsaufschlag).

Gewöhnen muss man sich auch daran, dass es nicht in jedem Ort eine Kneipe, ein Café oder einen Lebensmittelladen gibt. Für die Pausen ist im Regelfall Selbstversorgung angesagt.

Auch die Zahl der Gasthöfe (Kros) oder Hotels ist eher gering zu nennen. Und die jeweils vorhandene Zimmerzahl ist ebenfalls eher geringer. Für eine Radtour bedeutet das, man sich im Vorfeld genau seine Tagestouren überlegen muss, damit es mit der Unterkunft klappt. Viel Sinn macht es, schon am Morgen die Unterkunft telefonisch für den Abend zu buchen. Weil die Zahl der Unterkünfte knapp ist, empfiehlt es sich, die Tagesetappe nicht zu lang werden zu lassen, so dass man sein Ziel auf jeden Fall erreichen kann.

Eine Zielankunft nach 17 Uhr kann zudem bedeuten, dass die Touristenbüros und die Geschäfte schon geschlossen sind; die Ladenöffnungszeiten sind kürzer als bei uns. Dementsprechend sind die Essenzeiten in dänischen Restaurants früher als bei uns.

Auffallend ist, dass die Dänen ein Volk von Autofahrern sind. Insofern mag es keinen Unterschied zu Deutschland geben. Betrachtet man allerdings die Infrastruktur für das Radfahren, dann sind die Dänen perfekt ausgestattet. Trotzdem haben wir nur ältere Leute, Mütter mit Kindern oder Schulkinder in den Ortschaften auf Rädern gesehen. Auch auf den gut beschilderten und ausgebauten Radwegen zwischen den Ortschaften ändert sich das Bild nicht.

Radfahrer sollten in Dänemark die besonderen Spielregeln beachten:

  • Direktes Linksabbiegen ist verboten
  • Zum Anhalten bitte einen Arm hochheben

Unter den Überschriften auf der nachfolgenden Seite sind zum Teil mehrere Tagesetappen zusammengefasst:

  • Padborg – Sønderborg – Ærøskøbing
  • Ærøskøbing – Nakskov – Nykøbing Falster
  • Nykøbing Falster – Stubbekøbing – Insel Møn
  • Keldby (Møn) – Næstved – Korsør
  • Korsør – Odense – Middelfart
  • Middelfart – Kolding – Haderslev – Padborg


Literatur- und Kartenhinweise sind auf einer Seite zusammengefasst; ebenso sind die Fotos der Tour in einem gesonderten Album zu sehen.



Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 12. Oktober 2008 um 19:37 Uhr