| Flandern-Radtour |
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Seite 1 von 3 Von Bilzen zur belgischen NordseeküsteIn der zweiten Julihälfte 2009 sind wir durch Flandern (Belgien) geradelt. In acht Etappen ging es von Bilzen, nahe Maastricht, bis zur Nordseeküste nach Knokke mit einem Abstecher in die Niederlande. Da es viel zu sehen und zu entdecken gibt, verteilten sich die acht Etappen auf zwei Wochen unbeschwertes Urlaubserlebnis.
Für Freizeitradler ist Flandern das reinste Paradies. Steigungen kommen praktisch nicht vor, abgesehen von unvermeidlichen Brücken über Kanäle, Flüsse, Straßen oder Eisenbahnen.
Das RadwegenetzEin umfangreiches Radwegenetz lässt keine Wünsche aufkommen. Meist sind die ausgeschilderten Wege asphaltiert; oft sind sie extra angelegt. Im Netz werden nach Möglichkeit nur verkehrsarme Nebenstraßen ausgewiesen. Die Radwege sind so gut, dass auch die RennradfahrerInnen die Radwege benutzen, was manchmal, wenn man so vor sich hin radelt und die Gedanken schweifen lässt, nicht ganz ungefährlich ist, wenn von hinten mit zügiger Geschwindigkeit überholt wird. Alle Radwege sind in den Provinzen per Knotenpunktsystem miteinander verbunden. Man fährt von Knotenpunkt zu Knotenpunkt. Die Beschilderung ist sehr gut. Rechtzeitig vor einem Knotenpunkt wird man auf ihn hingewiesen. Nach einem Knotenpunkt wird nochmals der nächste Punkt angezeigt. Unser Reiseführer verwendete nur zum Teil das Kontenpunktsystem, zum Teil die überregionalen Radwege. Aber auch die Beschilderung der überregionalen Wege war einwandfrei. Meistens verlaufen sie auf den Knotenpunktwegen, manchmal aber auf eigener Route. Dann gilt es auszuwählen. Insbesondere an Feiertagen und Wochenenden haben wir viele RadlerInnen gesehen, die in kleinen Gruppen ohne Gepäck Tagesausflüge unternahmen, aber immer ausgestattet waren mit den Knotenpunkt-Netzkarten.
Radfahrer als akzeptierte VerkehrsteilnehmerMit Ausnahme von Schnellstraßen oder Autobahnen sind alle Straßen für die Radbenutzung offen. In den Städten und Gemeinden sind auch die Einbahnstraßen oder die Fußgängerzonen für die Radfahrer geöffnet. Radfahren ist gängig und so merkt man schnell, dass sich insbesondere die Autofahrer gut auf RadfahrerInnen einstellen können; man ist nicht nur geduldet sondern akzeptiert. Man fährt mit dem Rad zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Bummeln oder ins Theater. Der öffentliche Verkehr mit der belgischen Bahn ist auf RadlerInnen eingestellt. Man muss nur eine Fahrkarte zusätzlich für das Fahrrad kaufen und am Rad anbinden. Wir hatten kein Problem, von Brügge mit einer Verbindung ohne Umstieg zu unserem Ausgangsort Bilzen zurück zu kommen.
Flandern hat viel zu bietenZuerst einmal die Landschaft mit „viel Gegend“. Aber trotzdem kein Einerlei der Flusslandschaften. Viele Kilometer sind wir durch Waldgebiete geradelt.
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 13. März 2010 um 14:29 Uhr |