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Camargue: Flamingos, Stiere und Pferde

In der zweiten Septemberhälfte 2006 hat es uns wieder in den Süden Frankreichs gezogen. Knapp zwei Wochen sind wir mit dem Rad durch die Camargue geradelt; von Ort zu Ort, aber auch in Ausflügen. Vor fünf Jahren haben wir schon einmal in der Camargue Station gemacht. Damals als Teil einer Radtour durch die Provence. Näheres dazu unter: Urlaubs-Radtouren/Provence-Radtour.

Die Camargue wird im Wesentlichen durch das Mündungsdelta der Rhone und der Petit Rhone gebildet. Sie erstreckt sich, nimmt man die Petit Camargue dazu, von Aigues-Mortes im Westen, Arles im Norden, Port-St. Louis im Osten und dem Mittelmeer im Süden.

Ackerbau (Gemüse, Reis) und Viehzucht (Pferde, Stiere) stehen nicht im Widerspruch zum Naturschutzgebiet. Wirtschaftlich dürfte aber der Tourismus die größte Bedeutung haben.

Verwaltungsmäßig gehört das Gebiet zu Arles. Bekannt ist die Camargue für das Meersalz, die Wildpferde, die Flamingos und die Stiere für den Course-Camarguaise (unblutiger Stierkampf) . Der Ort Les-Saintes-Maries-de-la-Mer ist weltbekannter Wallfahrtsort.

Ausgangspunkt war in diesem Jahr St. Gilles, südlich von Arles. Zur Anreise haben wir das Auto benutzt. Den Wagen konnten wir für die Dauer unserer Tour auf einem Hotelparkplatz in St. Gilles abstellen. Die Tour war von uns geplant; Zimmerreservierungen haben wir zeitnah vor Ort vorgenommen. Die Hotelangebote sind vielfältig und zu dieser Jahreszeit gab es in keinem Ort ein Problem mit der Zimmersuche. Unser Gepäck haben wir mitgeführt.

Es war eine schöne, gemütliche Urlaubstour, wie sich auch an den Ausflügen und Etappen ablesen lässt:

  • Ausflug: St. Gilles - Gimeaux - Arles - Albaron - St. Gilles (58 km)
  • St. Gilles - Aigues-Mortes (41 km)
  • Ausflug Aigues-Mortes (28 km)
  • Aigues-Mortes - St. Maries de la Mer (33 km)
  • Ausflug: St. Maries de la Mer - Salin de Giraud - St. Maries de la Mer (75 km)
  • St. Maries de la Mer - Arles (53 km)
  • Arles - Tarascon (23 km)
  • Tarascon - St. Gilles (33 km)


Das Wetter war gut, bis auf eine Gewitterfront, die wir in St. Maries de la Mer erleben konnten. Auch der an den nächsten Tagen nachfolgende Mistral war nicht ohne; trotz ebenen Geländes musste man gegen den Wind Kräfte wie beim Bergfahren aufbringen.

Unsere Etappenziele waren nicht überlaufen. Die Restaurants waren noch alle in Betrieb, so dass es jeden Abend die Qual der Wahl bei der Menüwahl gab.

Wir haben - soweit möglich - kleinere Nebenstraßen benutzt. Neu war für uns, dass zunehmend auch bei den Hauptstraßen Radstreifen angelegt werden. Für die Ausflüge in die Sumpf- und Naturschutzgebiete sollte die Bereifung gut sein, die Qualität der Wege reicht von gut bis sehr schlecht. Es empfiehlt sich zudem, insbesondere bei den Ausflügen in die Sumpf- und Naturschutzgebiete, Mittel gegen Stechmücken zu benutzen.

Für die Tour haben wir die IGN-Karten 3615 „Parc Naturel Regional de Camargue“ und „Provence, Les Alpilles“ im Maßstab 1:50.000 eingesetzt.

Die nachfolgende Tourenbeschreibung und das Fotoalbum vermitteln Eindrücke und Besonderheiten der einzelnen Ausflüge und Etappen.



Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 25. Januar 2009 um 17:51 Uhr