Canal des Deux Mers (2003)

Vom französischen Atlantik zum Mittelmeer: « Canal Latéral à la Garonne » und « Canal du Midi »

Quer durch Frankreich, von Archachon bis nach Marseillan-Plage, sind wir im September 2003 entlang der Kanäle geradelt.

Und das waren die Etappen bis Toulouse, weitgehend am Canal Latéral a` la Garonne:

  • Biganos - Langon
  • Langon - Marmande
  • Marmande - Agen
  • Agen - Moissac
  • Moissac - Toulouse

Ab Toulouse dann am Canal du Midi:

  • Toulouse - Castelnaudary (Villepinte)
  • Villepinte - Carcassonne
  • Carcassonne - Les Somail
  • Les Somail - Beziers
  • Beziers - Étang de Thau/Mittelmeer

Zusätzlich gibt es praktische Hinweise, mit Tipps, Literaturhinweisen und Links, die die Beschreibung abrunden sollen.

Die Beschreibung der Tour liegt auch in französischer Sprache vor. Übersetzt hat sie unser Freund Heinz Appel, dem wir dafür herzlich danken.

Auch in englischer Sprache liegt eine Beschreibung der Tour vor. Übersetzt hat sie unser Sohn Jonas, dem wir dafür herzlich danken.

 

Vom Becken von Archachon bis nach Langon

Von Montpellier über Bordeaux kommend sind wir mit dem Zug zum Startpunkt unserer Fahrradtour nach Biganos, an das Bassin d'Archachon gefahren.

Auf neu angelegten Fahrradwegen entlang der Straße kommt man von Biganos bis Mios. Im Ort, an der ersten Ampel, ist der weitere Weg schon ausgeschildert: „Piste Cyclable Mios – Bazas".

Wir folgen den Schildern und sind bald auf einem auf einer alten Bahntrasse angelegten asphaltierten Radweg, der uns über 50 Kilometer durch Kiefernwälder über Belin-Beliet, Hostens und Saint-Symphorien nach Uzeste führt. In Uzeste verlassen wir den Radweg und radeln auf der D222 in Richtung Norden, kreuzen die D3 und radeln weiter auf der D222 nach Langon.

 

Von Langon nach Marmande

Auf der CD 15/D224 verlassen wir Langon und fahren durch St-Pierre-de-Mons nach Castets-en-Dorthe. Hier beginnt der Canal latéral á la Garonne, ihm werden wir bis nach Toulouse folgen.

Der Canal Lateral verbindet den Canal du Midi mit dem Atlantik seit 1856, ist also fast zweihundert Jahre jünger als der Canal du Midi. Aufgrund der späten Entstehung hat er die wirtschaftliche Bedeutung seines Vorbilds nicht erreichen können. Heute wird er hauptsächlich von Freizeitkapitänen genutzt.

Von Castets-en-Dorthe bis Marmande haben wir immer wieder versucht, den Treidelpfad entlang des Kanals zu benutzen. Da es aber morgens kräftig geregnet hatte, waren die Wege aufgeweicht und schlammig und somit nicht benutzbar. Also mussten wir die Straße nehmen.

Bis Mazerac bleiben wir auf der Uferstraße am Kanal, dann „hinauf" nach Castillon-de-Castets und weiter auf der D224 über Fontet und Hure nach Meilhan-sur-Garonne.

Hinter Meilhan wechseln wir bei Gravieres das Ufer und radeln auf D143 über Bernes nach La Grande Route. Von dort aus geht es auf einem - auf starkbefahrener D933 - abmarkierten Radweg nach Marmande. Zwischen Kanal und Garonne liegen ca. 4 Km. Im Tal der Garonne geht es landwirtschaftlich zu, Mais- und Gemüsefelder sind die Regel.

 

Von Marmande nach Agen

Auf der D933 verlassen wir Marmande, biegen an der ersten Möglichkeit nach links ab, um auf ruhigen Seitenstraßen – vorbei an Coussan, Chaineuf und Pourichon – bei Fourques-sur-Garonne wieder auf die D14 zu stoßen, der wir bis nach Caumont-sur–Garonne folgen.

Wir bleiben auf dieser (nördlichen) Uferseite und fahren in Richtung Varennes weiter, passieren Larriveau und wechseln bei le Mas-d´Agenais das Ufer. Auf der D143 verlassen wir den Ort. Bald biegen wir nach links auf die D234 ab, die uns bis Lagruère führt.

Wir radeln zum Kanal und fahren auf der Straße parallel zum Kanal nach Bout de la Côte. Dort wechslen wir auf das andere Ufer, radeln nach St-Juin und weiter nach les Barthes (D300), um bei Schleuse 42 La Gaule in St-Christophe erneut das Ufer zu wechseln.

Weiter geht es auf der D300, die uns bis Damazan bringt. Hier lohnt es sich zu rasten und einen Gang um das in der Dorfmitte über der Markthalle stehende Rathaus zu unternehmen. Die um den Platz gruppierten Häuser verbergen in den niedriggehaltenen Arkaden Geschäfte und Cafés.

Auf der D108 radeln wir nach Buzet-sur-Baise, fahren über zwei Brücken – zuerst über den Kanal, dann über die Baisse – und erreichen bald Thouars-sur-Garonne. Die nächsten Kilometer folgen wir dem Lauf der Garonne. Wir verlassen Thouars auf der D12, biegen nach etwa 2 Km nach Ménéaux ab und fahren über le Paravis, la Garcine (D436), Bequin und la Gaule zurück an den Kanal Latéral.

Auf der anderen Uferseite geht es über Coloumé nach Brax (D119). Kurz nach Brax verlassen wir nach links die D119 und radeln weiter nach Cadrougne. Bevor der Kanal über eine 580 m lange, 20 m breite und mit 23 Bögen besetzte Brücke (Pont-Canal d´Agen) über die Garonne geführt wird, passieren wir vier dicht hintereinander liegende Schleusen. Wir haben Agen erreicht.

 

Von Agen nach Moissac

Wir radeln im Regen zur Garonne hinunter, fahren ein kurzes Stück auf der N21 an ihr entlang, biegen ab nach Boe und folgen der Straße durch Wald und Wiesen bis nach Le Passage. Dort überqueren wir die Garonne und fahren auf einer ruhigen Seitenstraße nach Sauveterre-St-Denis (D308). Von dort weiter nach St-Nicolas de la Balerme (D284) und weiter über St-Sixte (D12) nach Donzac. Dort biegen wir ab, überqueren kurz danach die Garonne und durchfahren Lamagistère und Golfech (Atomkraftwerk) in Richtung Valence-d´Agen.

In Valence biegen wir zum Kanal ab, überqueren ihn und versuchen den Treidelpfad am südlichen Ufer zu benutzen. Schotter und Lehm wechseln sich ab; wir kommen im Regen nur langsam voran. Parallel zum Kanal verläuft ein gutes Stück ein Kanal mit dem Kühlwasser für das AKW, gespeist aus der Garonne.

Bei der Schleuse Petit Bézy geben wir den Kampf gegen den Weg auf. Für den Rest des Weges nach Moissac nehmen wir die N113 in Kauf. Mit der Ankunft in Moissac hört endlich der Regen auf. Mit Regen, den wir nun schon den ganzen Tag "genießen" durften, hätten wir wohl kaum die Abtei aus dem 11. Jahrhundert gesehen oder auf der Drehbrücke St.Jacques, die den mitten durch Moissac führenden Kanal überbrückt, gestanden. Dazu hätte wohl einfach die Lust nicht mehr gereicht.

 

Von Moissac nach Toulouse

Wir müssen wieder im Regen losradeln. Wir fahren entlang des Kanals aus Moissac heraus und überqueren auf der Pont-Canal du Cahor den Fluss Tarn. Leider ist der Weg wieder schlecht, so dass wir bald den Treidelpfad verlassen und auf ruhigen kleineren Straßen, die N113 querend und die Autobahn überquerend, vorbei an Notre-Dame d´Alem nach Castelsarrasin fahren. Ein kleines Stück versuchen wir unser Glück am Kanal, aber der Weg ist einfach zu schlammig für Tourenräder. Zwischen St. Porquier und Montech (Schiffsverladung/Hebewerk) müssen wir mangels Alternative auf die N113 ausweichen.

Von Montech geht es weiter auf der D50 nach Montbartier. Wir folgen dem Lauf des Kanals bis Lapeyière und weiter nach Dieupentale. Auf Seitenstraßen erreichen wir Grisolles. Von dort geht es auf der D49 und der D17 nach Ondes. Nach kurzer Fahrt auf der D29 treffen wir wieder auf den Kanal und auf einen asphaltierten Treidelpfad, der uns bis Toulouse bringen wird und der nun auch einen Namen hat: „Parcours Cyclable du Canal Latéral à la Garonne".

Entlang des Kanals fahren wir bis in die Stadtmitte zu den Ponts Jumeaux. An dieser Stelle kommen in einem Hafenbecken der Kanal Lateral, der Kanal Midi und der Kanal Brienne, die Verlängerung zur Garonne, zusammen. Wir folgen dem Brienne bis zur Garonne und zur Brücke St.Pierre. Kurz darauf stehen wir auf dem riesigen Place du Capitole, der seinem Namen alle Ehre macht. Auch bei Regen ist Toulouse eine Reise wert.

 

Canal du Midi: Von Toulouse nach Villepinte (Castelnaudary)

Von nun an radeln wir entlang des Canal du Midi, der uns bis zum Mittelmeer führen soll. 1667 war die Grundsteinlegung; schon 1681 die offizielle Einweihung des Kanals, den 15.000 Arbeiter gebaut haben. Initiator und Bauherr war Paul Riquet, der sein großes Werk leider nicht mehr erleben konnte.

In der Nähe des Bahnhofs von Toulouse fahren wir (rechtsseitig) auf den Radweg auf, der – entlang des Kanal du Midi - wieder für einige Kilometer bis zum Hafen Lauragais asphaltiert ist.

Toulouse lassen wir nach ca. 5 km hinter uns. Kurz danach heißt es auf die andere Kanalseite zu wechseln, auf der wir bis Lauragais bleiben werden. In der Nähe des Kanals verläuft die „Autoroute des Deux Meres", für die auch in Lauragais ein Rastplatz angelegt wurde.

Doch das Wichtige an diesem Hafen ist, dass dort in einem Ausstellungsraum die Entstehungsgeschichte und die Technik des Kanals erläutert sowie die Leistungen Riquets beschrieben werden. Um zur Ausstellung zu gelangen, muss man die Kanalseite wechseln und nach Besichtigung wieder bis zur letzten Brücke zurück radeln.

Bald kommen wir zum Col de Naurouze (190m hoch !), dem Punkt, den Riquet als die Wasserscheide des Kanals herausgefunden hat. Bis zur Schleuse Ocean ist die Fließrichtung nach Toulouse, ab Naurouze in Richtung Mittelmeer. Riquet hat Ringkanale anlegen lassen, um die Wasserquellen in Naurouze zu nutzen, aber auch, um die Wassermengen im Kanal zu steuern. Zu seinen Ehren wurde auf dem Gelände ein Obelisk errichtet.

Zurück an der Schleuse wechseln wir wieder das Ufer.

Es ist schon spät geworden, als wir in Castelnaudary ankommen. Diesen Abend sollen wir kein Glück mit einem Hotel haben, alle Hoteliers erklären uns, die Häuser seien ausgebucht. Nur ein Hotel (Hotel Canal, Avenue Arnaut Vidal, Ortseingang, rechtes Kanalufer) bietet wirklich tatkräftige Hilfe an und reserviert telefonisch für uns im 10 km entfernten Ort Villepinte ein Hotelzimmer. Entschädigt hat uns dann ein vorzügliches Cassoulet mit Ente.

 

Canal du Midi: Von Villepinte nach Carcassonne

Wir radeln zurück an den Kanal. Bis nach Carcassonne bleiben wir auf dem linken Ufer. Der Weg ist sehr unterschiedlich: mal breit, mal schmal, mal lehmig, mal schotterig. Wir passieren allein acht Schleusen auf unserem Weg nach Carcassonne, das wir schon mittags erreichen.

Der Kanal führt mitten durch die Stadt. Gegenüber dem Hafen mit der Schleuse liegt der Bahnhof. Wir radeln durch die Fußgängerzone vorbei am Rathaus.

Schon von der Pont Vieux, die über die Aude führt, hat man einen schönen Blick auf die oberhalb gelegene Cité. Diese befestigt Altstadt, die seit 1997 zum Weltkulturerbe gezählt wird, hat ihre Ursprünge schon im 3. Jahrhundert. Gegen Ende des letzten Jahrhunderts wurde sie restauriert. Eine doppelte Ringmauer schützt das Schloss Comtal, die Basilika St. Nazaire und viele kleine Häuser mit unzähligen (Andenken-) Geschäften in einem Gewirr von Gassen, Durchgängen und kleinen Plätzen.

Aber auch die Neustadt ist mit ihrem quadratisch angelegten Straßenraster sehenswert. Mitten im Zentrum lädt der Place Carnot mit seinen Cafés zum Verweilen ein. Wir machen davon kräftig Gebrauch, zumal das Wetter im Laufe des Tages immer besser geworden ist.

 

Canal du Midi: Von Carcassone nach Les Somail

Carcassonne verlassen wir auf dem rechten Ufer des bis Trèbes zum Fahrradweg ausgebauten Treidelpfades. Streckenweise säumen Pinien den Kanal. Die Brücken über ihn sind meistens alt und bieten oft nur für ein Schiff die Möglichkeit zur Durchfahrt. Die Schleusen sind häufig mehrstufig.

Bei Marseillette wechseln wir wieder das Ufer und fahren bis Puichéric zur Schleuse Aiguille. Der Schleusenwärter betätigt sich auch als "Bildhauer". Einige seiner Holzskulpturen sind um die Schleuse verteilt.

Wir müssen wieder das Ufer wechseln. Nach La Redorte überquert der Kanal den Fluss Argentdouble. Hier findet sich auch das Bauwerk, das wie eine Brücke aussieht, aber zum Hochwasserschutz schon 1693 gebaut wurde.

In Argens-Minervois liegt Wein in der Luft. Zum - am Kanal liegenden - Chatteau werden gerade geerntete Trauben aus der ganzen Region gebracht. Die Weinernte läuft auf vollen Touren.

Am späten Nachmittag erreichen wir Le Somail, eine der vier früheren Poststationen, die für die Postschiffe zwischen Agde und Toulouse eingerichtet waren.

 

Canal du Midi: Von Le Somail nach Beziers

Kurz nach dem wir Le Somail verlassen haben, kommen wir zur Schleuse Cesse, die den Canal Robine vom Canal du Midi trennt. Der Canal Robine führt weiter nach Narbonne und bei Port Nouvelle ins Mittelmeer. Wir bleiben aber dem Canal du Midi treu.

Es ist die Zeit der Weinernte. Die meisten Weinstöcke werden inzwischen mit Maschinen abgeerntet. Wir freuen uns deshalb besonders, bei Pigasse bei der tradionellen Weinernte mit Hand, Rebschere und Kiepe ein wenig zuschauen zu können.

Weiter geht es über Capestang und Poilhés zum Tunnel Malpas, der extra auf ca 170 m Länge für den Kanal durch den Hügel gegraben wurde und die Besonderheit des Kanals eindrucksvoll unterstreicht. Wir fahren über den Tunnel (d.h. über den Hügel) auf die andere Kanalseite.

Bald erreichen wir die siebenstufige Schleusentreppe Fonserannes, mit dem geschäftigen Treiben derer, deren Boot sich gerade in den Schleusen befindet. Außerdem hat man von hier aus schon einen guten Blick auf Bezier und seine Kathedrale St. Nazaire.

Wir fahren weiter und überqueren auf der sehenswerten Kanalbrücke den Fluss Orb. Nach einem kurzen Anstieg sind wir mitten in Beziers, der Geburtsstadt von Paul Riquet, dem Initiator und Erbauer des „Königlichen Kanals von Languedoc", so wie der Kanal bis zur französischen Revolution hieß.

Nach Riquet ist eine breite Allee benannt, die uns etwas an die Ramblas von Barcelona erinnert hat. Mitten drin hat die Stadt ihrem größten Sohn ein Denkmal gebaut. Hinweise auf ihn finden sich überall in der Stadt.

Das Geschäftleben spielt sich eher in kleineren Straßen ab; auf der Allee Riquet wird dagegen flaniert.

 

Canal du Midi: Von Bezier zum Étang de Thau (Onglous) und zum Mittelmeer

Zur letzten Etappe fahren wir zum Fluss hinunter und überqueren den Kanal an der Schleuse Beziers. Ab der nächsten Schleuse, Portiragnes, wird der Kanal offener, weil die Ufer auf längeren Abschnitten nicht mehr durchgängig mit Bäumen besetzt sind.

Wir passieren die Ouvrages du Libron, ein Hochwasser(-durchlass)schutzbau an der Kreuzung des Kanals mit dem Fluss Libron.

Bald darauf erreichen wir die kreisförmige Schleuse von Agde. Wir verlassen den Kanal und fahren in die Stadt Agde hinein.

Da unsere Karten für das letzte Stück des Kanals keinen Treidelpfad mehr anzeigen, suchen wir einen anderen Weg, um zum Endpunkt des Kanals zu kommen. Wir fahren durch Agde auf der D51 und halten uns in Richtung Marseillan. Am Ortsausgang, die Bahnunterführung ist schon zu sehen, biegen wir in eine kleine Straße nach rechts ab. Diese führt uns über St.Michel und Les Mongeres an den Etang de Thau. Von weitem sehen wir schon das (Teil-)Ziel unserer Reise: den Leuchturm Onglous. Wir halten uns in Richtung Onglous, sind wieder am Canal du Midi und stehen bald auf der anderen Seite des Kanals beim Leuchtturm.

Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zum Mittelmeer, das wir in Marseillan-Plage bald erreichen.

Wir haben unser Ziel erreicht; vom Atlantik bis zum Mittelmeer sind wir 650 km mit unseren Fahrrädern unterwegs gewesen. Von Toulouse bis hierher haben wir auf 240 km Länge mehr als 60 Schleusen passiert. Auch die vielen Brücken über den Kanal oder die Brücken, die der Kanal für sich selbst benötigte, werden uns in guter in Erinnerung bleiben. Wenn die Angaben zum Kanal stimmen sind wir an über 40.000 Platanen, Zypressen und Pinien entlang gefahren, was wir ehrlich nicht bezweifeln.

 

Bilder

 

Praktische Hinweise

Im folgenden haben wir Tipps für die Tour zusammengestellt:

 

Wegbeschaffenheit an den Kanälen

Die Beschaffenheit der Treidelpfade entlang der Kanäle ist sehr unterschiedlich. Es kommt alles vor: Lehm, Sand, grober Schotter, feiner Schotter, Waldboden und Asphalt. Das Fahrvergnügen wird mitunter durch das Wurzelwerk der alten am Kanal stehenden Platanen getrübt. Da freut man sich besonders über eine Federgabel. Bei der Wegbreite findet man alles von einem Trampelpfad bis hin zu einem normal breiten Feldweg. Zugegeben, Mountain-Biker sind im Vorteil, aber man kann die Tour auch mit normalen Tourenrädern machen.

 

Fahrradmitnahme im Zug

Fahrradmitnahme im Zug ist nicht ganz unproblematisch in Frankreich. Eigentlich wird erwartet, dass das Rad eingepackt ist. Da man ein normales Tourenrad nur schwer handlich in einem kleinen Fahrradkoffer (gedacht für Rennräder!) verpacken kann, ist man bei den Corail-Zügen, vergleichbar unseren IC, auf das Wohlwollen des Zugführers angewiesen. Deshalb findet man auch im Internetfahrplan (http://www.voyages-sncf.com) keine Verbindungen mehr, wenn man den Fahrradtransport mit angibt. (Ergänzung 2012: s. auch: http://www.sncf.de)

Außerhalb der Saison und vor allem vor und nach den französischen Sommerferien sowie in der Mitte der Woche und der Mitte des Tages sollte man schon Glück haben. Daneben sind aber ausreichende Französischkenntnisse notwendig, um die Diskussion mit dem Zugführer bestehen zu können.
Gar keine Chance soll man mit unverpackten Rädern in den TGV haben, ...
Anders ist es mit den Regionalzügen. Sie alle nehmen Fahrräder mit (am Liebsten verpackt, s. o.) und die Verbindungen lassen sich auch im Internet herausfinden.

 

Übernachtung

Wir haben nicht vorgebucht, sondern darauf vertraut, dann ein Hotel zu finden, wenn man nicht mehr radeln mag. Im September ist das in Frankreich auch kein Problem.

 

Bücher und Reiseführer

Guide Nr. 2:
« Bordeaux – Toulouse à vélo le long du canal latéral à la Garonne », 4. edition/Mai 2002
und
Guide Nr. 1 :
« Toulouse – Séte à vélo le long du canal du Midi », 12. edition/Juni 2002
beide von :
Association VELO pour le développement du cyclisme Urbain (Fahrradclub Toulouse)
5, avenue Colignon
F-31200 Toulouse
http://toulousevelo.free.fr

« Midi – Camargue »
Kanalführer Nr. 7 (1 :50.000)
für Schiffsführer (!)
Editions du Breil
Domaine de Fitou
Le Breil
F-11400 Castelnaudary
ISBN 2-913120-04-0

« Le Canal du Midi à Vélo »
Philippe Calas
SARL Edisud
La Calade, RN7, 3120 Route d´Avignon
F-13090 Aix-en-Provence
ISBN 2-7449-0293-4

 

Karten

IGN-Karten (1 :100.000) :
55 Bordeaux – Mont de Marsan
56 Marmande – Agen
57 Cahors – Montauban
64 Toulouse – Albi
65 Béziers – Montpellier
http://www.ign.fr

 

Internet

http://www.canal-du-midi.org/english/

http://www.le-guide.com/canaldumidi/

http://www.midicanal.com/ (Bootsverleih)

http://www.canaldumidi.fr