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Mitten durch die französische Bretagne
Wer die Bretagne kennt, weiß, dass das ein durchaus hügeliges Unterfangen ist. Nicht aber unsere Urlaubsradtour von Himmelfahrt bis Pfingsten 2006:

Entlang des Kanals von Nantes in Richtung Brest geht es sehr naturnah und ohne Steigungen zu, wenigstens, solange man sich am Kanal bewegt. Wer eine gute Woche ausspannen, Natur pur erleben, gemütlich radeln und dies abseits der Bretagne-Touristenströme tun will, dem sei diese Tour empfohlen.

Sie gliederte sich in die folgenden Etappen:
  • Anreise Haute Goulaine (Auto)
  • Haute Goulaine nach Nantes (20 km)
  • Nantes nach Blain (55 km)
  • Blain nach Redon (45 km)
  • Redon nach Josselin (65 km)
  • Josselin nach Pontivy (50 km)
  • Pontivy nach Rostrenen (55 km)
  • Rostrenen nach Chateuneuf-du-Faou (60 km)
  • Chateuneuf-du-Faou nach Chateaulin (48 km)
  • Chateaulin nach Haute Goulaine (Zug über Quimper nach Nantes)


Der Kanal wurde zu Napoleons Zeiten von 1804 bis 1842 gebaut. Er sollte die festlandseitige Versorgung von Brest ermöglichen, die durch die britische Seeblockade unmöglich geworden war. Bedingt durch die aufkommenden Eisenbahnen hat der Kanal aber frühzeitig seine wirtschaftliche Bedeutung verloren.

Anders als z.B. der Canal-du-Midi nutzt der Kanal neben eigens gebauten Abschnitten die vorhandenen natürlichen Flussläufe (Isac, Oust, Aulne, Blavet, Viliane); schiffbar ist er nur von Nantes bis Pontivy. Reguliert wird die Wasserstraße durch über 200 Schleusen. Aber für uns als Freizeitradler sind die Wege am Kanal wichtiger; sie sind gut bis sehr gut und lassen erwarten, auch bei Regen befahrbar zu sein.

Zu bedenken bei der Tourplanung ist, dass das Gebiet touristisch nicht beonders gut ausgebaut ist. Das wirkt sich insbesondere bei den Übernachtungsmöglichkeiten aus, die so zahlreich nicht vorhanden sind. Oft gibt es an keine Alternativen zu den vereinzelt vorhandenen Hotels. In kleineren Ortschaften gibt es oft gar keine Unterkunftsmöglichkeiten.

Für die Rückfahrt von Chateaulin nach Nantes haben wir die französische Bahn benutzt. Achten sollte man auf den Fahrplan: die Franzosen haben gesonderte Fahrpläne für Werktage, für Sonntage und für Feiertage. Nicht alle Verbindungen gibt es an allen Tagen. Die Züge, die Räder mitnehmen, sind auf den Fahrplänen gekennzeichnet.

Hilfreich war ein französischsprachiger Rad- und Wanderführer zum Kanal, den wir in Nantes gekauft haben:

"Le Canal de Nantes à Brest", L. und J. Clouteau, Les èditions du Vieux Crayon, ISBN: 2-916446-01-X

Zudem nutzten wir die IGN-Karten (1:100.000),
Nr.: 13, 14, 15 und 24


Die nachfolgende Tourbeschreibung und das Fotoalbum vermitteln Eindrücke und Besonderheiten der einzelnen Etappen.



Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 12. Oktober 2008 um 19:37 Uhr