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Hallo,
aus Protest gegen die Informationspolitik der Stadt Nidderau gegenüber den Mitgliedern des Arbeitskreises haben einige Mitglieder die Konsequenzen gezogen und "ihr Mandat" niedergelegt.
Jüngstes Beispiel und Auslöser war der neue Bahnradweg, den die Stadt zusammen mit Kreis und dem Land Hessen aus der Taufe gehoben hat, ohne dass die Mitglieder über die Planungen informiert wurden, sieht man von der Einladung zu den Eröffnungsfeierlichkeiten ab.
Wie in den Protokollen des Arbeitskreises (siehe auch http://www.freizeitradler.de/ak-fahrradwege.html) nachzulesen ist, wurden der AK und seine Mitglieder von der Stadt und den politischen Gremien nicht ernst genommen. Empfehlungen oder Beschlüsse nimmt man entgegen, legt sie zur Seite und verwirft sie dann in irgendeinem Ausschuss. Als nachträgliche Begründung wird eine geänderte Rahmenplanung genannt oder – noch beliebter – fehlende Haushaltsmittel angeführt. Das Ergebnis besteht immer in einer „Beerdigung zweiter Klasse“. Viele von den Gründen wären vermittelbar, nur dazu müsste man auf städtischer Seite bereit sein. Fehlendes Geld? Es fehlt immer bei dem Thema Radfahren. Beim motorisierten Verkehr hören wir immer nur von großen, unabdingbaren, nicht verschiebbaren Vorhaben; selbst Parkplätze scheinen wichtiger zu sein.
Der Arbeitskreis könnte sich wehren. Wäre da nicht ein Vorsitzender, der alles laufen lässt und als gottgegeben hinnimmt. Noch nicht einmal die Befahrungen, die zur Begutachtung des bestehenden Fahrradwegenetzes reglmäßig gemacht wurden, haben in 2009 stattgefunden. Die Stadt sagt, es gibt kein Thema, also gibt es keine Sitzung. Als Vorsitzender muss man aktiv nicht passiv sein, sonst gibt es Stillstand.
Den man bei den politischen Gremien, den Fraktionen, und den politischen Parteien auch feststellen kann. RadfahrerInnen und ihre Themen sind nur zu Zeiten von Kommunalwahlen gefragt oder wenn der Bürgermeister mal wieder um die Stimmen bittet. Ansonsten scheint das Thema Radfahren auf der politischen Ebene, sieht man von vom Bündnis 90/Die Grünen einmal ab, tot zu sein.
Wie sehr die Stadt die Themen der RadfahrerInnen ernst nimmt, lässt sich gut an praktischen Beispielen aufzeigen: Nehmen wir die der Beschilderung des Bahnradweges in Eichen in Richtung Ostheim. Da wird für viel Steuergeld ein Radweg gebaut, die ortsunkundigen RadfahrerInnen werden jedoch durch die Beschilderung weiterhin auf der vielbefahrenen Kreisstraße K851 geleitet. Offenkundig hat man in der internen Liste einen Haken gemacht: Aus den Augen aus dem Sinn.
Radwege und ihre Unterhaltung sind aber Dauerthema; oder sollten es wenigstens sein. Ein Bruchteil der Aktivitäten, die in den motorisierten Verkehr auch in Nidderau gesteckt werden, würden für RadfahrerInnen viel bewirken. Aber im Rathaus wird Radfahren immer noch als Hobbyvergnügen gesehen. Angesichts der weltweiten Klimaprobleme eine kurzsichtige Sicht der Dinge.
Weiter so, wie bisher? Ein entschiedenes Nein! Der Arbeitskreis muss in seiner Struktur und den Aufgaben reformiert werden. Und die bisher isolierte Betrachtung des Themas Radfahren muss beendet werden. Radfahren muss integraler Bestandteil einer städtischen Verkehrsplanung werden. Dazu müssten sich auch die politischen Gremien bekennen. Es kommt auf das Wollen an; über das Wie entscheidet die Kreativität der Beteiligten.
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